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P2E2 Demo
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Projektziel

Um die Problematik der Integration betrieblicher Anwendungssysteme zu entschärfen, existieren eine Vielzahl von Softwarewerkzeugen; diese stellen eine zentrale und mit zusätzlichem Wartungsaufwand verbundene Komponente dar, mit deren Hilfe technische Problemstellungen bei der Schaffung einer nach außen einheitlichen Unternehmensarchitektur adressiert werden. Betriebswirtschaftliche Aspekte werden jedoch ebenso wenig berücksichtigt wie die Forderung nach schnell, kostengünstig und zuverlässig umzusetzenden Änderungen bestehender Geschäftsprozesse.

 

Im Rahmen des Forschungsvorhabens P2E2 werden drei primäre Ziele adressiert, deren Umsetzung ein Rahmenkonzept ergibt, das sowohl einen konzeptionellen Leitfaden als auch die konkrete Umsetzung einer verteilten Integrationsumgebung beinhaltet:

 

Konzeptionelle Methodik zur dynamischen Bindung von Geschäftsprozessen an das Verhalten einer verteilten Umgebung mit (semi-)automatischer Re-Konfiguration

 

Neben der Problematik des Datenaustausches stellt die betriebswirtschaftliche und technische Konfiguration der Integrationsarchitektur eine Herausforderung dar. Eine zentrale Konfiguration oder eine syntaktisch und semantisch standardisierte Interaktionssprache ist in der betrieblichen Praxis als Lösungsweg nur schwer umsetzbar und würde dem Peer-to-Peer Ansatz widersprechen. Für das Projekt P2E2 wird daher eine automatische oder zumindest semiautomatische Konfiguration Anwendung finden. Grundlage hierfür bilden die Ergebnisse der Forschungsgebiete Self-organizing Systems und Autonomic Computing, welche um betriebswirtschaftliche Anforderungen erweitert werden.

 

Lösung zur dezentralen IT-Unterstützung interaktiver Geschäftsprozesse unter Verwendung einer Familie gleichartiger, selbstbeschreibender Komponenten (P2E2-Adapter) mit Client- und Server-Funktionalität ohne zentrale Steuerung

 

Neben zentralen Integrationsansätzen wie beispielsweise modernen EAI-Systemen gibt es eine immer größer werdende Zahl von betriebswirtschaftlichen Szenarien, in denen eine zentral gesteuerte Integration nicht sinnvoll, nicht gewünscht oder nicht realisierbar ist. Diese Anwendungsfälle adressiert P2E2 über die Entwicklung einer dezentralen IT-Umgebung, deren konzeptionelle Architektur auf dem Peer-to-Peer Ansatz basiert und der Abwicklung interaktiver, d.h. durch Menschen beeinflussbarer, Geschäftsprozesse dient.

 

Rahmenkonzept für dezentrales Prozesscontrolling über eine Peer-to-Peer Architektur

 

Zur Planung, Steuerung und Optimierung der Geschäftsprozesse auf taktischer, dispositiver Ebene sind neben den Prozesssteuerungsdaten auch detaillierte Informationen über die Prozessabläufe notwendig. Um in den betriebswirtschaftlichen Szenarien, die keine zentrale Geschäftsprozesskontrolle erlauben, trotzdem derartige Controlling-Informationen erheben und auswerten zu können, bedarf es neuer Konzepte und informationstechnischer Realisierungen. Ein Geschäftsprozesscontrolling mit detaillierten Prozessinformationen und umfassender Prozesskontrolle für alle geplanten, laufenden und abgeschlossenen Prozessinstanzen in dezentralen Umgebungen stellt eine neue Herausforderung dar, die im Rahmen von P2E2 angegangen wird. Hierzu erfolgt die Entwicklung eines Rahmenkonzeptes, das die Erhebung, Speicherung, Übertragung und Auswertung von Prozessinstanzdaten aus P2E2-Adaptern unterstützt.